Goethe-Gymnasium offiziell eröffnet

Große Freude heute im Leipziger Nordosten: Das neue Goethe-Gymnasium in der
Gorkistraße 15/25 wurde offiziell eröffnet. Oberbürgermeister Burkhard Jung übergab es an die
Schüler und Lehrer. Mit dabei waren auch Kultusministerin Brunhild Kurth, die einen Fördermittelbescheid in Höhe von etwa vier Millionen Euro für die neue Sporthalle des Gymnasiums dabei hatte, und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit der Eröffnung des neuen Gymnasiums werde den steigenden Schülerzahlen und dem Kapazitätsbedarf im gymnasialen Bereich Rechnung getragen, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Aus den ehemals zwei Schulen, der 22. und der 122. Schule, ist nun das Goethe-Gymnasium geworden. Dazu wurden zum einen die Bestandsgebäude saniert, zum anderen Erweiterungsbauten errichtet. Die Gebäude können auf eine lange Tradition als Schulstandort zurückblicken.

„Heute ist der richtige Tag, sich zu freuen und zu sehen, welch schöne
Schule hier entstanden ist. Vom Planungsbeschluss bis heute sind vier Jahre
vergangen, und jetzt haben wir hier eine lebendige und kreative
Bildungsstätte in Schönefeld an einem historischen Standort, die zum
Arbeiten und Lernen motivieren wird“, freut sich Oberbürgermeister Jung.

Das für rund 20 Millionen Euro sanierte und erweiterte Gymnasium wird künftig
vierzügig geführt. Maximal 896 Schüler können in 32 Klassen lernen.
Derzeit werden etwa 350 Jugendliche bis zur achten Klasse
unterrichtet, die aus dem naheliegenden Interim in der Löbauer Straße 46
mit Beginn dieses Schuljahres umgezogen sind. Weitere 140 Schüler aus dem Brockhaus-Gymnasium sind während der Sanierungsarbeiten an ihrer Schule im Goethe-Gymnasium zu
Gast.

Im Gebäude Gorkistraße 25 sind im Unter- bzw. Gartengeschoss die
Mensa/Cafeteria einschließlich der Ausgabeküche, Wirtschafts-, Sanitär- und
Garderobenbereiche untergebracht. Verwaltungs- und Lehrerbereiche
sind im Erdgeschoss zu finden, in den Obergeschossen befinden sich die
allgemeinen Unterrichtsräume und Kursräume. Die historische Aula
wurde wiederbelebt. Der Aufzug im Verbindungsbau mit einer zweiseitig zu
öffnenden Kabine erschließt barrierefrei alle Ebenen des Gebäudekomplexes,
also beide Bestandsgebäude, den Hof und die Brücke.

In der Gorkistraße 15 befinden sich die Fachunterrichtsräume. Hier wurde
der musisch-technische Bereich untergebracht. Die großen Räume des
naturwissenschaftlichen Bereiches befinden sich im Erweiterungsbau. Im
Souterrain des Erweiterungsbaus sind die Ganztagsbereiche und der
Mehrzweckraum untergebracht. Im dritten Obergeschoss befindet sich die
Bibliothek mit einem angrenzenden Lesebereich.

Eine geschlossene Brücke verbindet beide Häuser über den Friedhofsweg
hinweg. Der Hofbereich wurde neu gestaltet. Dort wurden zum Teil
Pflanzflächen als Hochbeete ausgebildet und durch eine Klinkermauer mit
Sitzauflagen eingefasst.

Die bestehenden Gebäude Gorkistraße 15 und 25 besitzen eine lange Tradition
als Schulstandort in Leipzig-Schönefeld. Ältestes noch erhaltenes Objekt
mit einer Schulnutzung ist das Gebäude Gorkistraße 25, das 1878 als
damalige 22. Volksschule eröffnet wurde. Der Solitär wurde 1892 durch einen
Anbau ergänzt. Beide Gebäude waren seit 1922/26 durch einen
zweigeschossigen Bau miteinander verbunden. Dieser Zwischenbau wurde
abgerissen und durch einen Neubau mit Aufzug ergänzt. Die Gebäude wurden
zuletzt als Berufliches Schulzentrum genutzt, standen jedoch seit 2006
leer.

Das Gebäude der Gorkistraße 15 wurde 1895 als Erweiterung der damaligen
Volksschule errichtet und zuletzt als 122. Grundschule genutzt. Aufgrund
sinkender Schülerzahlen wurde die Schule 2001 geschlossen und stand seitdem
leer.

Pläne aus dem Bauarchiv von Ende des 19. Jahrhunderts zeigen seit jeher die
unmittelbare Nachbarschaft zum Friedhof.

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